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La caverne du Tuc d’Audoubert à Montesquieu-Avantès (Ariège)

Frankreich

Robert Bégouën (Montesquieu-Avantès, Frankreich), Dr. Jean Clottes (Foix, Frankreich), Dr. Carole Fritz (Toulouse, Frankreich), Dr. Gilles Tosello (Toulouse, Frankreich), Priv.-Doz. Dr. habil. Andreas Pastoors & François Faist (Paris, Frankreich)

gefördert durch Association Louis Bégouën (Frankreich), Königin Margareth von Dänemark und der Prinz Consort (Dänemark), Ministère de la Culture et de la Communication, Service Régional de l’Archéologie de Midi-Pyrnénés (Frankreich), Conseil général de l’Ariège (Frankreich), Biogaran (Frankreich), Jean Auel (USA), Alice Corning (USA), Beverly Brooks Floe (USA), Stone Age Institute (USA), Joseph de Massia (Frankreich) & Centre Cartailhac (Frankreich)

abgeschlossen

Projektbeschreibung

Im Herzen der Ariège ist die Höhle von Tuc d’Audoubert ein außergewöhnlicher Ort. Seine tiefen Galerien, die sich über mehr als 2.000 m erstrecken, haben besonders dazu beigetragen, die Spuren ihrer urgeschichtlichen Besucher zu erhalten. In der Höhle scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Vor gut 17.000 Jahren haben die Menschen die Höhle verlassen und eine Fülle ihrer Spuren ist unangetastet heute noch zu erfahren. Sicher, die beiden Steppenwisente als Lehmskulpturen stechen heraus. Sie alleine stellen alle anderen Hinterlassenschaften in den Schatten. Dies hat seit der Entdeckung im Jahr 1912 dazu geführt, dass bis in die 1990er Jahre kaum etwas über die ‚anderen‘ Spuren bekannt war. Vor diesem Hintergrund wurde nach Abschluss der Grabungsarbeiten in Enlène und Les Trois-Frères Anfang der 1990er Jahre der Entschluss gefasst, die bislang nur partiell publizierte Höhle Tuc d‘Audoubert komplett neu zu untersuchen und monographisch vorzulegen. Mit den Arbeiten hierzu wurde 1994 begonnen, die 15 Jahre später mit der Publikation abgeschlossen werden konnten (Bégouën et al. 2009).

Die Höhle liegt im Südwesten Frankreichs im Vorland der Pyrenäen etwa 70 km von Toulouse entfernt, und ist Teil eines komplexen Systems von weiteren Höhlen, zu denen noch Enlène und Les Trois-Frères gehören.

Pujol, Montesquieu-Avantès. Vor der Bibliothek im Jahr 1995 (von links nach rechts): Gilles Tosello, Jean Clottes, Andreas Pastoors, Robert Bégouën, François Faist und Carole Fritz (© Association Louis Bégouën).

Pujol, Montesquieu-Avantès. Vor der Bibliothek im Jahr 1995 (von links nach rechts): Gilles Tosello, Jean Clottes, Andreas Pastoors, Robert Bégouën, François Faist und Carole Fritz (© Association Louis Bégouën).

Literatur

Bégouën, Robert; Fritz, Carole; Tosello, Gilles; Clottes, Jean; Faist, François; Pastoors, Andreas; Lacombe, Sébastien; Fosse, Philippe (2007). „Les Magdaléniens modelaient aussi l’argile”. Les Dossiers de l’Archéologie 324: 30–37.

Bégouën, Robert; Fritz, Carole; Tosello, Gilles; Clottes, Jean; Pastoors, Andreas; Faist, François (2009). Le sanctuaire secret des bisons. Il y a 14 000 ans dans la caverne du Tuc d’Audoubert … Paris: Somogy.

Pastoors, Andreas (2016). Mit dem Rücken zur Kunst. Der Kontext eiszeitlicher Höhlenbilder. Mettmann: Neanderthal Museum.

Pastoors, Andreas; Bégouën, Robert & Clottes, Jean (1999). Tuc d’Audoubert (Ariège, Frankreich). Vorbericht über archäologische Prospektionen in den unteren Galerien der Höhle. Archäologisches Korrespondenzblatt 29 (2): 147–154.

Links

Cavernes du Volp
Association Louis Bégouën
Propriété, conservation, étude
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