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DISAPALE – Digitale Vergleichs- und Lehrsammlung paläolithischer Leitformen

Prof. Dr. Th. Uthmeier und PD Dr. habil. A. Pastoors leiten zusammen mit Prof. Dr. G.-Ch. Weniger und Dr. B. Auffermann aus dem Neanderthal Museum das Projekt der digitalen Vergleichs- und Lehrsammlung paläolithischer Leitformen.

Streifenlichtscan eines paläolithischen Faustkeils.

Streifenlichtscan eines paläolithischen Faustkeils.

 

Innerhalb von drei Jahren sollen 2.000 bis 2.500 digitale Repliken von formalen Werkzeugformen aus Stein erstellt und über das Portal NESPOS, die 3D-Objektdatenbank des Neanderthal Museums, öffentlich zugänglich gemacht werden. Bei den ausgewählten Objekten handelt es sich um eine repräsentative Stichprobe von Schlüsselobjekten mit hohem Informationsgehalt, über die der längste Teil der Menschheitsgeschichte strukturiert werden kann. In der prähistorischen Forschung sind für diesen Zeitabschnitt rund 500 Leitformen international akzeptiert. Um die Variationen der einzelnen Leitformen mit abzudecken, sollen vier bis fünf Objekte pro Leitform digitalisiert werden. Die Objekte stammen aus der Ur- und Frühgeschichtlichen Sammlung der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg, die einen großen Anteil an wissenschaftlich bedeutsamen Objekten des kulturellen Erbes umfasst. Zur Präsentation, Erschließung und Archivierung sollen die bestehenden Strukturen des Datenmanagementplans von NESPOS genutzt werden.

Das Projekt ist ein Vorhaben des Neanderthal Museums mit Beteiligung des Instituts für Ur- und Frühgeschichte der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg als Unterauftragnehmer zur Bereitstellung (nach gemeinsamer Auswahl) und Verpackung der Funde sowie zur Zusammenstellung der dazugehörigen Metadaten.