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Das erste digitale Seminar der Vorzeitkiste ist abgeschlossen!

Logo Vorzeitkiste
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Die Vorlesungszeit des letzten digitalen Semesters ist vorbei und wir haben unser angekündigtes Proseminar ebenfalls abgeschlossen. Der Schritt in die Lehre für Studierende war für die Vorzeitkiste Neuland – und darum lohnt es sich, etwas genauer auf den Verlauf des letzten Semesters zurückzublicken und ein erstes Fazit zu ziehen:

 

Das anfangs gesetzte Ziel war zu erarbeiten, wie archäologische und objektbezogene Inhalte – die sonst ja sehr von der direkten Auseinandersetzung damit profitieren – auf verschiedene Art und Weise auch digital gut präsentiert werden können. In einigen anderen Kursen und Seminaren der archäologischen Institute hat man sich bereits mit diesem Aspekt auseinandergesetzt. So konnten wir auch von erfahreneren Personen Feedback und Tipps zur Durchführung einer solchen Veranstaltung einholen. Unterstützung zur Umsetzung des Seminars bekamen wir von Prof. Doris Mischka und Prof. Thorsten Uthmeier – dafür an dieser Stelle noch einmal vielen Dank!

Wir waren sehr erfreut, dass sich doch einige Studierende für das Thema interessierten. In den ersten Sitzungen bekamen sie eine Einführung in die Methoden, Ziele und Aufgaben der Museumspädagogik, um eine erste theoretische Basis zu schaffen. Im nächsten Schritt beschäftigten wir uns mit bereits bestehenden digitalen Sammlungskonzepten, die wir gemeinsam „besichtigten“. Dazu wählten die Teilnehmer*Innen jeweils welche aus und stellten sie kurz vor. In der Gruppe wurden sie dann im Bezug auf das bisher Gelernte bewertet. So erhielten wir noch einmal Inspiration für die eigene Konzeptionsphase. Auch Dr. Carsten Mischka leitete uns durch seine virtuellen Sammlungsräume und schuf damit eine anregende Grundlage für die eigenen Ideen – auch hierfür vielen Dank!

 

Die Konzepte sollten vor allem Objekte der eigenen Sammlung in den Fokus nehmen. Dafür wurde diese durch einen virtuellen Rundgang durch die Vorzeitkiste vorgestellt und mögliche Themenbereiche und Objekte herausgestellt. Zusätzlich konnten die Teilnehmer*Innen die Inventarbücher durchforsten.

Als die Ideen Gestalt annahmen, wurden diese mit großem Engagement von den Teilnehmern umgesetzt. Heraus kamen drei sehr unterschiedliche Konzepte für verschiedene Zielgruppen. Merlin Beyer erarbeitete ein Konzept zu den Gesichtsurnen der Sammlung, zugeschnitten auf die Oberstufe. Daniel Endres hat einen Konzeptentwurf zu den Bestattungssitten der Bronze- und Eisenzeit in Form eines Films vorgestellt, der sich generell an ein erwachsenes Laienpublikum richtet. Moritz Raum entwarf ein Konzept für Studierende, das die Typochronologie der Gefäße des Neolithikums zum Thema hat.

 

 

Jede Woche konnten die Arbeitsstände besprochen, Probleme gefunden und gelöst sowie die Ideen weiterentwickelt werden. Am Ende des Seminars stand eine Abschlusspräsentation der Konzeptentwürfe, die auch für kursexterne Interessierte geöffnet war. Diese Einladung wurde durchaus angenommen, worüber wir uns natürlich auch für die drei Referenten sehr freuten. Noch viel positiver aber war das Feedback in der letzten regulären Sitzung, dass alle drei an ihren Konzepten weiterarbeiten wollen und wir innerhalb des nächsten Semesters in einer kleinen Arbeitsgruppe versuchen, die Konzepte umzusetzen. Wir sind auf einem guten Weg und freuen uns sehr über die weitere Zusammenarbeit!

 

Das Fazit also: dass wir uns als Gruppe trotz anfänglicher Bedenken gegenüber digitalen Veranstaltungen sehr gut in diese neue Aufgabe eingefunden haben. Und, dass sich mit guten Ideen, Kreativität und Übung auch solche unbekannten Bereiche erschließen lassen und für uns als Arbeitsgruppe enormes Potential bergen. Wir sind gespannt auf alles, was dazu noch kommen wird!