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Zoomorphe Figur aus Kupfer

Herkunftsland: Deutschland

Fundort: Dieburg (Hessen)

Zeitstellung: Späte Kupferzeit/frühe Bronzezeit (2500-2000 v. Chr.)

Material: Kupfer

Inventarnummer: B0257

Maße: 9,1 x 3,3 x 6,1 cm

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Dieses 3D-Modell zeigt den kupfernen Ochsen aus Dieburg (Hessen) (Kontroverse Stier-Ochse auf Wikipedia). Ursprünglich war der Ochse zusammen mit einer weiteren Ochsenfigur, die nicht mehr erhalten ist an einem Rindergespann angespannt. Davon zeugt ein durchbohrtes Loch in seinem Hinterleib, welches als ein Verbindungselement zwischen den beiden Tieren gedient haben soll. Ebenfalls in seinem Nackenbereich ist noch ein Teil des abgebrochenen Halsjochs zu sehen.

Die genauen Fundumstände dieser Figur sind noch bis heute unbekannt. Die Figur muss höchstwahrscheinlich durch Ankauf, Spende oder Schenkung 1916/17 in die Universitätssammlung gelangt sein, wie auch viele andere Funde aus der Ur- und Frühgeschichtlichen Sammlung.

Wissenschaftliche Methoden ermöglichen es das Alter der Figur einzugrenzen. Es sind nur noch zwei vergleichbare Objekte aus zwei Hortfunden in Polen (Bytyń und Krężnica Jara) bekannt. Beide Objekte stammen aus der späten Kupferzeit oder frühen Bronzezeit. Mit den übrigen, latènezeitlichen Funden aus Dieburg kann unsere Statuette stilistisch nicht in Verbindung gebracht werden.

Die chemische Zusammensetzung des Metalls besteht fast aus reinem Kupfer mit ein wenig Beimischung von Arsen und Silber, sowie einigen anderen Metallen. Das Material spricht für die Anfertigung des Ochsen aus Dieburg in der Zeit der früher Metallverarbeitung bzw. der beginnenden Bronzezeit.
(D. Abramov / A. Botsch)